ist ppm ein geeignetes Mittel um die Feldqualität eines Produkts zu bewerten?
Bei ppm-Ermittlungen an Neuteilen wird davon ausgegangen, dass die Fehlerentstehung definitiv in der Vergangenheit liegt (z.B. im Produktionsprozess vor der Prüfung).
Bei der ppm-Ermittlung von Teilen, die sich noch im Prozess (=in Betrieb) befinden kann dies ja nicht angenommen werden.
Nach meinem Verständnis müssen für Vergleiche von ppm-Quoten wenigstens der Zeitraum zwischen Inbetriebnahme und Stichtag der Prüfung gleich lang sein.
Müssen die Betriebsstunden, die innerhalb des vorher beschriebenen Zeitraums anfallen und sehr unterschiedliche sein können, ebenfalls berücksichtigt werden?
Wie steht es um die unterschiedlichen Einsatzbedingungen der miteinander zu vergleichenden Produkte?
es ist oft gängig die Feldqualität für den aktuellen Monat mit den produzierten Zahlen in Bezug zu setzen. Der Vergleich hinkt zwar, jedoch musst Du hier keine Statistik über mehrere Jahre aktualisieren. Feldqualität berechnet man in der Regel für die Garantie- bzw. Gewährleistungszeit (evtl. auch in Betriebsstunden festgelegt), d.h. in dem Zeitraum in der auch der Kunde reklamieren kann. Die unterschiedlichen Einsatzbedingungen würden nur bei der Analyse des Fehlers eine Rolle spielen, nicht bei der PPM Berechnung unter der Voraussetzung, dass diese Einsatzbedingungen spezifiziert waren (= Annahme der Reklamation). Gruß Thomas
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