Hallo ihr TS-Spezialisten, ich beschäftige mich gerade mit einer etwas schwierigen Konstellation... Ziel ist es, in einem Tochterunternehmen die TS16949 einzuführen. Wie es mit Mutter-Tochter-Beziehungen halt so ist, greift die Tochter auf mehrere zentrale Prozesse des Mutterunternehmens zu.
Die Frage, die sich stellt, ist, ob tatsächlich alle Schnittstellen zur Mutter (die nur 9001-zertifiziert ist) über QSVs genauestens abgedeckt werden müssen wie das bspw. bei komplett externen Lieferanten der Fall wäre, oder ob für solche zentralen Prozesse ein einfacherer Weg existiert. QSVs würde bedeuten, dass die Tochter die Mutter auch auditieren muss, Maßnahmenpläne ableiten, Lieferantenentwicklung usw.
Jetzt wird es noch verrückter. Wer wäre denn zuständig für die Auditierung und Entwicklung dieses Lieferanten, der eigentlich das Mutterunternehmen ist? Der Einkauf der Tochter? Was wäre dann, wenn genau der Einkauf einer der Zentralprozesse wäre, der von der Tochter bei der Mutter mitgenutzt wird. Dann müsste sich die Mutter ja selber auditieren.
Ich finde diese Konstellation etwas verwirrend und würde mich freuen, wenn jemand Licht ins Dunkel bringen könnte.
bei uns sind die TS relevanten Prozesse der Mutter mit im Scope der TS Zertifizierung. Für den Zertifizierer ist das dann eine Remote-Location und ist auf dem Zertifikat gelistet.
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