Das ist keine Frage, daß eine Zertifizierung Verbesserungen mit sich bringt, was mich bei uns stört ist daß die Dokumentenflut immer größer wird und gerade bei Software - Verwalteten Systemen eigentlich nicht die Information bis zur Basis ohne zusätzliche Papierverteiler mit den zugehörigen Änderungsdiensten die mit erheblichen Aufwand verbunden sind durchdringen. Manchmal habe ich den Eindruck je mehr Verfahrensvorschriften, Anweisungen, Formulare ect. vorhanden sind, desto mehr wird ganz oben geglaubt daß alles besser funktioniert. Die Vereinfachte Form mit einem Allgemein gültigen Handbuch für den ganzen Betrieb und kurze Anweisungen und Dokumente in den Abteilungen vom Vorstand bis zur Basis wären mir lieber. Wir wurden letzte Woche 3 Tage neu nach ISO TS 16949 zertifiziert, hatten eigendlich keine Probleme damit, weil wir schon ISO 9001 und QS 9000 zertifiziert sind, das heißt doch, daß unser System eigentlich OK ist. Hat jemand ähnliche Probleme mit der oberen Heeresleitung, oder wie schafft man es bestimmte Ebenen davon zu überzeugen, daß manchmal weniger mehr ist? Mfg Heinz
Deine Leitung muss doch ein Interesse daran haben ein schlankes System zu haben, was ja auch weniger Ressourcen verschlingen würde und eigentlich auch mehr Akzeptanz bekommen sollte. Vielleicht mußt Du nur einmal ein Konzept präsentieren unter dem Motto: 50% weniger Dokumentation, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Kundenforderungen. Schmeiß allen Ballast über Bord! Einen schönen Tag Joker
Hallo Joker, leichter gesagt als getan, wie du vielleicht, und andere natürlich auch, ist es in unserem Job manchmal nicht so leicht unsere wie ich immer sage( Beamte im Betrieb)zu bremsen. Da ich bei uns auch für die Prozesslenkung und Verbesserung (in diesem Fall die Produktionsprozesse) mit zuständig bin, hab ich natürlich das bestreben unsere Prozesse so sicher zu machen daß wir mit minimalstem Prüfungs- und Kontrollaufwand auskommen und auch Reklamationen nicht haben wollen. Was uns in Deutschland immer wieder vorgehalten wird, sind doch die zu hohen Kosten, diese kann ich aber nicht mit Anweisungen und Vorschriften im Zaum halten. Da ist es schon sinnvoller die minimalste Normforderungen zu erfüllen und diese vor Ort leben zu lassen (z.B.Arbeitsplatzanweisung eine DIN A4 Seite ) und nicht durch Romanschreiberei eine Flut zu erzeugen wo unsere Mitarbeiter überfordert werden. Vielleicht hören wir zu diesem Thema auch noch andere Meinungen ? mfg Heinz
Hallo Heinz, Natürlich wäre es viel besser mit weniger Dokumenten zu arbeiten, aber um ein sicheren Prozess zu erreichen, würden z.B. in der Fertigung nur Zeichnungen nicht ausreichen, weil meistens fehlt es an Facharbeiter, sie werden jetzt immer zunehmender durch Leiharbeiter ersetzt, deswegen fehlt nacher die Qualität eindeutig. Deswegen finde ich das die Norm in der Fertigung den Arbeitern auch richtig verständlich gemacht werden muss, damit die Qualität stets sich verbessert. Dadurch hätte auch die QM eine wesentliche Entlastung, natürlich vergleiche ich das ganze jetzt nur von meinem Betrieb aus, bestimmt gibt es andere Betriebe, die das villeicht auch so umsetzen wie ich es meine, aber leider die kenne ich nicht.
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