Spätestens danach solltest Du aber zum Original-Handbuch "Advanced Product Quality & Control Plan" greifen, was Du z.B. hier http://www.adareinternational.com/qs/ für 32,40 EUR bestellen kannst.
Du schreibst, für die Abteilung gibt es eine Verfahrensanweisung. Ich nehme an diese Verfahrensanweisung beschreibt den Prozess (oder die Prozesse), die in der Abteilung ablaufen. Dann kannst Du sehr wohl die VA als Grundlage für das Prozessaudit nehmen. Ein paar Denkanstöße: Prüfe dokumentiertes Soll mit dem tatsächlichen Ist. Gehe Schritt für Schritt durch den Prozess. Frage die Mitarbeiter was verbessert werden könnte (sie wissen es am besten). Prüfe Input/Output aller Aktivitäten. Sind die Normenforderungen in den Aktiviäten integriert? Gibt es Kennzahlen um die Leistungsfähigkeit des Prozesses zu messen? Gibt es Prozess/Aktivitäten-Eigentümer? Stellen diese sicher, das die Prozessdokumentation up-to-date gehalten werden? Prozesse sind in der Tat in der Regel abteilungsübergreifend. Wenn ihr keine abteilungsübergreifende Prozessbeschreibungen habt, so wäre ein weiteres Auditkriterium: Sind die Schnittstellen zwischen den Abteilungen klar definiert?
ich weiß von einem PAS 99:2006 (Public available Specification) mit dem Namen "Specification of common management system requirements as a framework for integration", herausgegeben vom BSI (British Standard Institution). Dies ist kein British Standard, schon gar nicht ein ISO-Standard, kann aber als Vorläufer solcher gesehen werden. Kann beim BSI bestellt werden. Bleibt die Frage, ob es Sinn macht ein Integriertes Management System zu standardisieren.
Prüfbescheinigungen sind ein weites Feld und in der Norm DIN 10204 definiert. Um welche Art der Prüfbescheinigung geht es? Es gibt welche die durchaus selber ausgestellt werden können, andere durch einen von der Fertigung unabhängigen internen Sachverständigen und und dann noch welche die durch einen unabhängigen externen Sachverständigen ausgestellt werden müssen + Varianzen dazwischen. Was verlangt der Kunde?
Sehr gut erklärt sind die Arten der Prüfbescheinigungen im Artikel "Prüfzeugnisse - Die Arten von Prüfbescheinigungen, v. Cloodt QM" in der quality-link-Rubrik Fachartikel/Produkthaftung.
die neuen Zertifizierungsregeln sind am 01.10.08 erschienen und werden am 15.10. in deutscher Sprache vorliegen. Die wichtigsten Regelungen sind sicherlich dass bei einer Gruppenzertifizierung nicht alle Standorte das Zertifikat abgeben müssen, wenn eines es verliert. Zum anderen müssen die Auditoren alle 3 Jahre ausgewechselt werden.
in der Tat könnt ihr aus der Sammlung eurer Reklamationen mehr lernen. Das geht nur über Auswertungen. Das Minimum aus meiner Sicht ist: Um einen Trend zu sehen, genügt es nicht die Anzahl der Reklamationen pro Monat oder Quartal zu addieren. Sie sollten im Zusammenhang mit der Anzahl der Aufträge stehen. Also einfach Anzahl Reklamationen / Total Aufträge x 100 = x % Reklamationen pro Monat / Quartal oder Jahr. Wichtiger ist noch die Ursachen auszuwerten. Da bietet sich Pareto an, um aufzuzeigen welches die häufigsten Reklamationsgründe sind. So könnt ihr euch auf die 2 oder 3 häufigsten Gründe fokussieren und dazu Maßnahmen einleiten. Eine brauchbare Pareto-Vorlage gibt es in der Toolbox von quality-link.
guter Ansatz von Oliver. Solltest Du vielleicht weiterverfolgen.
Um einen Fragenkatalog zu erstellen, kann Dir die "Management-Checkliste" auf http://www.quality-link.de/html/toolbox_.htm sowohl konstruktiv als auch inhaltlich Hilfestellung leisten.
Deine Fragen sind nicht so generell zu beantworten.
- Ist es ausreichend für Prozesse und QMS 1x jährlich Arbeitsgruppen zu bilden und die Prozesse zu analysieren (auch mittels Kennzahlen)? Kennzahlen, um die Leistungsfähigkeit eurer Prozesse zu messen, wäre in der Tat ein guter Anfang. Diese sollten dann regelmäßig bewertet werden, damit Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet werden können. Die wichtigsten Kennzahlen sollten in die Managementbewertung einfließen. Die von dir angesprochenen Arbeitsgruppen werden dann diese Kennzahlen auch zur Identifizierung von Verbesserungsmaßnahmen nutzen. Einen Zyklus von einmal jährlich zu setzen halte ich für Quatsch, denn die Teams müssen sich regelmäßig treffen bis die Verbesserung tatsächlich messbar eingetreten ist.
- Ist es ausreichend hierfür lediglich festzuhalten, dass die Prozesse nicht nur auf Fehler analysiert werden sollen, sondern auch Optimierungs-, Synergiepotential etc. herausgearbeitet wird? Was heißt ausreichend? Wenn alle von dir genannten Punkte tatsächlich betrachtet werden, dann wird sich schon eine Menge Potential ergeben.
- Welche Bereiche müssen durch KVP erfasst werden? (Prozesse, QMS?) Ich verstehe die Unterscheidung nicht. Ein QMS führst du doch ein um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu etablieren. Dein QMS beinhaltet Audits, Managementbewertungen, Qualitätsmethoden zur Verbesserung, Kennzahlen um doch das Unternehmen mit seinen Prozessen zu verbessern.
man müßte schon wissen, was du im Bereich Messmittel schulen möchtest. Der Umgang mit Messschieber/Messschraube oder etwa Prüfmittelüberwachung? Hast du nichts gefunden unter http://www.quality-link.de/html/messtechnik___statistik.htm? Insbesondere die "Fibel Prüfmittelüberwachung und Kalibrierung" enthält einige Anregungen, wenn es um eine Schulung über dieses Thema geht.
Forum-Q - Das Diskussionsforum von quality-link - DAS QM-PORTAL TOTAL - rund um die Themen Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement.
Kennen Sie schon quality-link-shop - DER QM-SHOP TOTAL - alles was Praktiker brauchen